Lebensspuren

Seit 2002 beschäftige ich mich mit der analytischen Richtung der Konzeptkunst. Gelebte Bilder mit Text als Zeichen in Form von Kürzeln und Signets, bilden ein Zentrum meiner Arbeit der letzten 6 Jahre.

Ehemals gebrauchte, beschriftete Wolldecken und Säcke werden entmythologisiert und entsymbolisiert, weil gerahmt und ihrer Bestimmung entzogen.

Ein Eigenwert entsteht und lässt den Rezipienten Schriften und Symbole entziffern, deuten bzw. hinterfragen. Es entwickelt sich ein anderes Verständnis für gelebte Zeit sowie Spuren des eigenen Lebens, die neu gelesen bzw. gesichert werden.     

Das Werk besteht aus 33 Erinnerungszyklen mit je 3 textbezogenen Bildtafeln, als Aufarbeitung eines autobiografischen Impulses von z.B. Geborgenheit und sinnlicher Erfahrung aus Kindheit und Jugend. Wolldecken tragen reduktive Information durch Kürzel als schriftliche Aussage, welche auf konkretes Eigentum und konkrete Nutzung hinweist. Die Erkenntnis ist abhängig von der Erfahrung des Betrachters. Eine erforderliche Hinterfragung bzw. Erinnerung erweitert die geistig- seelische Plattform des Rezipienten. Wird dabei eine verschleierte Information entschlüsselt, erkennt man Ziel und Zweck der Tätigkeiten der Eigentümer bzw. Nutzer. Eine Kommunikation zwischen beiden wird initiiert. Den Decken wird eine Autorität vermittelt, die sie nie besaßen. Ihrem Zweck entbunden und in einen anderen Kontext überführt, wird Unfassbares als Wesen unserer Realität deutlich. Ohne absehbares Ende des Zyklus wird die Zeitlosigkeit deutlich. Ein Podium meiner plastischen Tätigkeit stellt das Thema Raumstaben dar. Buchstaben in Schreibschrift aus der Fläche in den Raum geschrieben- mittels Metall in eine Dimension gebracht, die plastische Relevanz besitzt. Schrift als Kommunikationsmittel ist zwischenmenschlich von Bedeutung und geeignet, in bewegter Form bzw. Gestalt Skulpturales zu bilden.

Frei schwebende Teilsegmente schwingen leicht  im Wind und erzeugen (bei Berührung mit anderen Metallteilen) diverse Klänge.

Raumstaben

Buchstaben in Schreibschrift aus der Fläche in den Raum geschrieben- mittels Metall in eine Dimension gebracht, die plastische Relevanz besitzt.
Schrift als Kommunikationsmittel ist zwischenmenschlich von Bedeutung und geeignet, in bewegter Form bzw. Gestalt Sculpturales zu bilden.
Frei schwebende Teilsegmente schwingen leicht im Wind und erzeugen (bei Berührung mit anderen Metallteilen) diverse Klänge.